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13:08 · Warum KI kurzfristig sogar Inflation erzeugen kann ◆  ZEITUNG.IO · REDAKTIONELL GEPRÜFT
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SCHWEIZGELDPOLITIK
Warum KI kurzfristig sogar Inflation erzeugen kann

Warum KI kurzfristig sogar Inflation erzeugen kann

Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätsmaschine – und damit oft als preisdämpfend. SNB-Direktoriumsmitglied Petra Tschudin warnt jedoch vor der Gegenbewegung: Investitionsboom, Chipknappheit und verschobene Kapitalströme können zunächst Preise erhöhen.

Die intuitive Geschichte lautet: KI macht Arbeit effizienter, senkt Kosten und damit Preise. Doch Produktivitätsgewinne entstehen meist erst, nachdem Unternehmen Prozesse, Software und Organisation angepasst haben. Vorher steht häufig eine Investitionsphase.

Rechenzentren, Chips, Strom, Fachkräfte und neue Software werden gleichzeitig nachgefragt. Wenn das Angebot nicht schnell genug mitwächst, können genau jene Investitionen, die später Effizienz schaffen, kurzfristig zusätzlichen Preisdruck auslösen.

DAS WICHTIGSTE3
  1. Die SNB beobachtet die Preiswirkung von KI in beide Richtungen.
  2. Kurz- bis mittelfristig sind laut Tschudin auch inflationssteigernde Effekte möglich.
  3. Der SNB-Leitzins liegt derzeit bei 0 Prozent.
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SCHWEIZ · GELDPOLITIK

Zentralbanken müssen zwei Effekte trennen

Für die Geldpolitik ist das kompliziert. Ein einmaliger Investitionsschub ist etwas anderes als dauerhaft höhere Inflation. Gleichzeitig können Engpässe über Löhne, Energie oder Halbleiter mehrere Branchen erreichen und damit breiter wirken.

Die SNB muss deshalb nicht nur messen, ob KI die Produktivität erhöht, sondern wann und über welche Kanäle. Ein langfristig preisdämpfender Effekt kann mit kurzfristig höheren Preisen zusammenfallen.

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SCHWEIZ · GELDPOLITIK

Technologie wird zur makroökonomischen Variable

KI ist damit nicht mehr nur ein Thema für Tech-Aktien. Wenn Investitionen groß genug werden, beeinflussen sie Wachstum, Kapitalbedarf, Stromnachfrage und möglicherweise die Transmission von Geldpolitik.

Tschudins Hinweis ist vor allem eine Warnung vor einfachen Erzählungen. Technologie kann Preise senken und erhöhen – je nachdem, in welcher Phase sich die Wirtschaft befindet. Für die SNB zählt deshalb nicht das Versprechen der Effizienz, sondern die tatsächlich gemessene Inflation.

SCHWEIZ / ZEITUNG.IO Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätsmaschine – und damit oft als preisdämpfend. SNB-Direktoriumsmitglied Petra Tschudin warnt jedoch vor der Gegenbewegung: Investitionsboom, Chipknappheit und verschobene Kapitalströme können zunächst Preise erhöhen. BILDNACHWEIS Bildrechte
IO / INTELLIGENCE

IO SYNTHESE

ARTIKELANALYSE AUS DREI QUELLEN

01Reuters/Euronext · AI could push up inflation

Die SNB beobachtet die Preiswirkung von KI in beide Richtungen.

OPEN EVIDENCE ↗
02MarketScreener · SNB: KI kann Inflation anschieben

Kurz- bis mittelfristig sind laut Tschudin auch inflationssteigernde Effekte möglich.

OPEN EVIDENCE ↗
03SNB · Mediengespräch Juni 2026

Der SNB-Leitzins liegt derzeit bei 0 Prozent.

OPEN EVIDENCE ↗
REDAKTIONELLE EINORDNUNG

Künstliche Intelligenz gilt als Produktivitätsmaschine – und damit oft als preisdämpfend. SNB-Direktoriumsmitglied Petra Tschudin warnt jedoch vor der Gegenbewegung: Investitionsboom, Chipknappheit und verschobene Kapitalströme können zunächst Preise erhöhen.

KI-gestützter Vergleich · redaktionell geprüft3 UNABHÄNGIGE QUELLEN

✓ QUELLEN UND DOKUMENTE

01 Reuters/Euronext · AI could push up inflation ↗02 MarketScreener · SNB: KI kann Inflation anschieben ↗03 SNB · Mediengespräch Juni 2026 ↗Quellen zuletzt geprüft · 22.08.2026, 13:08
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ZEITUNG.IO REDAKTIONBerlin · Europe Desk
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