Der niederländische Regisseur und Drehbuchautor Mike van Diem, bekannt als Oscar‑Preisträger für sein Debüt, hat mit Our Girls (Originaltitel Voor de Meisjes) ein neues Spielfilmprojekt realisiert, das als Koproduktion zwischen den Niederlanden, Österreich und Belgien firmiert. Angaben der Produzenten und der österreichischen Filmförderung führen Keplerfilm, Nuts & Bolts Film Company, die österreichische Schubert Füm GmbH sowie die belgische Gesellschaft A Private View als beteiligte Produktionsteams auf. Produzentenpublikationen nennen die Produktion ausdrücklich als grenzüberschreitendes Vorhaben, das personell und finanziell auf Partner in mehreren Ländern setzt.
Die Einordnung des Films als Autorenkino mit überschaubarem Setting entspricht der Beschreibung durch die Produzenten: Es handelt sich nicht um ein großangelegtes Studioepos, sondern um einen text‑ und schauspielgetriebenen Film, der in europäischen Kulissen verankert ist. Die offizielle Projektbeschreibung führt außerdem die Hauptdarsteller auf: Thekla Reuten, Noortje Herlaar, Fedja van Huêt und Valentijn Dhaenens gehören zum Cast. Als Arbeitssprachen sind Niederländisch, Deutsch und Englisch vermerkt.
- Our Girls (OT: Voor de Meisjes) ist ein niederländisch‑österreichisch‑belgisches Koproduktionsprojekt von Regisseur/Drehbuchautor Mike van Diem.
- Die Dreharbeiten in Österreich fanden laut österreichischem Filminstitut zwischen August und Oktober 2024 statt; verzeichnet sind 32 Drehtage in Tirol, Wien, Salzburg und Niederösterreich.
- Produzenten sind Keplerfilm und Nuts & Bolts Film Company (NL) mit österreichischer Koproduzentin Schubert Füm GmbH und belgischer A Private View; Förderungen umfassen u. a. ÖFI+ (1.376.100 €), Netherlands Film Fund und Eurimages.
- Der Film feierte seine Weltpremiere als Eröffnungsfilm des Netherlands Film Festival 2025 und gewann mehrere Golden Calf‑Preise bei der Gouden Kalf‑Verleihung 2025.
- Für Österreich ist ein Kinostart am 4. September 2026 in den österreichischen Filmdatenbanken verzeichnet; Laufzeitangaben variieren leicht (rund 100–103 Minuten).
Dreharbeiten in Österreich: Orte und Umfang
Die Dreharbeiten fanden nach Eintragungen in österreichischen Filmregistern zwischen August und Oktober 2024 in mehreren Bundesländern statt. Konkret genannt werden Tirol, Wien, Salzburg und Niederösterreich; die Aufzeichnungen verweisen auf 32 Drehtage in Österreich. Filmstandorte in den Tiroler Bergen sind ausdrücklich Teil dieses Produktionsblocks, weshalb lokale Film‑ und Kulturstellen auch über Dreherlaubnisse und logistische Abläufe informiert waren.
Für Regionen wie Tirol bedeutet die Anwesenheit internationaler Filmteams neben den unmittelbaren Dreharbeiten auch eine Reihe sachlicher Auswirkungen: Kurzfristige Beschäftigung für Filmhandwerk, Unterkunfts‑ und Dienstleistungsumsatz und gegebenenfalls eine erhöhte Aufmerksamkeit für einzelne Drehorte. Konkrete wirtschaftliche Effekte der Our Girls‑Produktion auf einzelne Gemeinden sind in den veröffentlichten Projektunterlagen nicht detailliert ausgewiesen; hierfür wären ergänzende lokale Abrechnungen oder Statements der involvierten Tourismus‑ und Wirtschaftsbüros nötig.
Finanzierung und Fördernetzwerke
Die Finanzierung der Produktion folgt dem heute üblichen europäischen Modell: nationale Filmfonds, regionale Fonds und europäische Kooperationsfinanzierung spielen zusammen. In den Auflistungen der beteiligten Institutionen erscheinen das Netherlands Film Fund sowie Förderstellen wie Eurimages und die Vlaamse Audiovisuele Fonds (VAF). Auf österreichischer Seite ist das Projekt in den Unterlagen des Österreichischen Filminstituts dokumentiert; dort wird eine ÖFI+‑Förderung in Höhe von 1.376.100 Euro genannt.
Diese Förderstruktur illustriert die verwobenen Förderketten, die für Koproduktionen nötig sind: Nationale Mittel geben Zugang zu lokalen Dreharbeiten und technischen Kapazitäten, europäische Mittel fördern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Marktpräsenz. Die exakte Budgetaufteilung zwischen den Partnern ist in den öffentlich zugänglichen Projektseiten nicht bis ins letzte Detail offengelegt; das ist bei Koproduktionen gängige Praxis, weil Verträge, Ausgabenberichte und Verwertungspfade teils vertrauliche Elemente enthalten.
Festivalweg und Auszeichnungen
Our Girls hatte seine Weltpremiere als Eröffnungsfilm beim Netherlands Film Festival (NFF) 2025. Die Festivalaufstellung und Berichte des Filmfonds dokumentieren diese Premiere, die dem Film eine frühe Sichtbarkeit im niederländischen Filmbereich verschaffte. Im Anschluss gewann der Film bei der Gouden Kalf‑Verleihung (Golden Calf) 2025 mehrere Preise, darunter Auszeichnungen in Kategorien wie Bester Spielfilm, Bestes Drehbuch und Beste Hauptrolle – so die öffentlichen Listen der Preisverleihung und Berichterstattung der niederländischen Branche.
Solche Ehrungen stärken die Wahrnehmung eines Films im Heimmarkt und auf dem Festival‑Zyklus, sie sind aber kein unmittelbarer Indikator für kommerziellen Erfolg in anderen Ländern. Ob die Auszeichnungen zu zusätzlichen Einladung zu Festivals außerhalb der Benelux‑Region geführt haben, ist in den genannten Projektseiten nicht ausführlich dokumentiert; Veranstaltungslisten internationaler Festivals müssten ergänzend geprüft werden.
Vertrieb, Kinostart und offene Fragen
Für den deutschsprachigen Markt ist als österreichischer Verleih FILMLADEN Filmverleih gelistet; auf der Ebene der internationalen Vermarktung werden Agenturen wie LevelK beziehungsweise Verleihpartner in den Niederlanden genannt. Die österreichische Filmdatenbank verzeichnet einen geplanten Kinostart in Österreich zum 4. September 2026. Diese Angabe ist als Terminplanung in den Förderunterlagen aufgeführt und sollte mit dem Distributor bestätigt werden, falls Terminverschiebungen erfolgen.
Technische Details wie die vermerkte Filmlänge unterscheiden sich leicht zwischen Quellen: Die österreichische Datenbank nennt rund 100 Minuten, die Produzentenangabe spricht von 103 Minuten. Solche Differenzen können aus Schnittfassungsänderungen, unterschiedlichen Rundungen oder noch laufender Endpostproduktion resultieren. Weitere Unsicherheiten betreffen die konkrete Resonanz des österreichischen Publikums an der Kinokasse und den weiteren internationalen Verleihlauf—dazu werden Zahlen und Veranstaltungstermine erst nach dem Kinostart vorliegen.
Bedeutung für die lokale Filmszene und Ausblick
Dass ein renommierter Regisseur wie Mike van Diem in Tirol und anderen österreichischen Regionen dreht, ist ein Signal für die Attraktivität österreichischer Locations für europäisches Autorenkino. Für lokale Filmclubs, Kinos und Festivals kann ein derart ausgestattetes Projekt Anknüpfungspunkte für Begegnungen mit den Filmschaffenden bieten, sofern Programmier‑ und PR‑Strategien dies vorsehen. Auf der Ebene der Ausbildung und des regionalen Filmhandwerks ist die Erfahrung, Teil eines internationalen Drehs zu sein, wertvoll—etwa durch Praktika, Komparsenarbeit oder technische Zusammenarbeit.
Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Die öffentlich verfügbaren Quellen geben einen soliden Überblick über Credits, Fördergeber, Drehorte und Festivalsiege, lassen aber Details zu wirtschaftlicher Wirkung, finaler Schnittfassung und umfassender Festivalgeschichte offen. Für präzise Aussagen zu diesen Punkten wären ergänzende Auskünfte von Produzenten, Verleihern und lokalen Stellen nötig.
IO SYNTHESE
ARTIKELANALYSE AUS DREI QUELLEN
Our Girls (OT: Voor de Meisjes) ist ein niederländisch‑österreichisch‑belgisches Koproduktionsprojekt von Regisseur/Drehbuchautor Mike van Diem.
OPEN EVIDENCE ↗Die Dreharbeiten in Österreich fanden laut österreichischem Filminstitut zwischen August und Oktober 2024 statt; verzeichnet sind 32 Drehtage in Tirol, Wien, Salzburg und Niederösterreich.
OPEN EVIDENCE ↗Produzenten sind Keplerfilm und Nuts & Bolts Film Company (NL) mit österreichischer Koproduzentin Schubert Füm GmbH und belgischer A Private View; Förderungen umfassen u. a. ÖFI+ (1.376.100 €), Netherlands Film Fund und Eurimages.
OPEN EVIDENCE ↗✓ QUELLEN UND DOKUMENTE
01 derstandard.at ↗02 filminstitut.at ↗03 cine.tirol ↗Quellen zuletzt geprüft · 31.08.2026, 09:16Dieser Beitrag wurde von der ZEITUNG.IO Redaktion erstellt und geprüft. Bei neuen gesicherten Informationen wird er aktualisiert.