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23:42 · Fitness in der Kunstgalerie: Wenn David zur Hantel wird ◆  ZEITUNG.IO · REDAKTIONELL GEPRÜFT
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Kunst als Trainingsraum
Fitness in der Kunstgalerie: Wenn David zur Hantel wird

Fitness in der Kunstgalerie: Wenn David zur Hantel wird

Der litauische Künstler Augustas Serapinas verwandelt Ausstellungsräume in nutzbare Fitness‑ und Zeichenräume. Große Editionen in Nottingham und Porto zeigen funktionsfähige Geräte, bei denen Skulpturen‑Repliken als Gegengewichte dienen.

Der litauische Künstler Augustas Serapinas hat mit seinem Projekt Physical Culture in den vergangenen Jahren eine wiederkehrende Form gefunden, Ausstellungsräume in hybride Nutzungsorte zu verwandeln. In den großen Galerien, in denen die Arbeit zu sehen ist, werden nicht nur Objekte ausgestellt – die Räume werden temporär zu einem kombinierten Fitnessstudio, Zeichenatelier und Veranstaltungsort umgebaut. Die Institutionstexte von Nottingham Contemporary und der Galeria Municipal do Porto beschreiben Praktiken, die sonst zwischen Sport- und Kunstbetrieb getrennt sind: voll funktionsfähige Metall‑Trainingsgeräte, Life‑Drawing‑Sessions vor den Geräten sowie Community‑ und Wohlfühlprogramme, die Besucherinnen und Besucher zur aktiven Teilnahme einladen.

Konkret bedeutet das: In Nottingham werden zwei große Galerieräume umgestaltet, in Porto verwandelt die Porto‑Edition die Räume ebenfalls in eine Mischung aus Gym und Kunstschule. Beide Einrichtungen planen Aktivierungen, bei denen lokale Fitnessgruppen, Zeichenkurse und Performance‑Formate das Ensemble nutzen sollen. Damit rückt Physical Culture die Frage in den Vordergrund, wie Museen und Ausstellungshäuser ihre Infrastruktur für neue, körperlichere Formen der Teilhabe öffnen können.

DAS WICHTIGSTE3
  1. Nottingham Contemporary zeigt 'Augustas Serapinas: Physical Culture' vom 6. Juni bis 13. September 2026 mit funktionsfähigen Fitnessgeräten und jesmonite‑Skulpturen als Gegengewichten.
  2. Die Galeria Municipal do Porto präsentiert 'Physical Culture: Porto Edition' vom 11. Juli bis 18. Oktober 2026; dort werden Repliken aus der Sammlung des Museu Nacional Soares dos Reis als Gegengewichte verwendet (GMP spricht von mehr als sechzig Repliken).
  3. Serapinas hat das Format 'Physical Culture' mehrfach gezeigt, u. a. in einer großen Edition im Contemporary Art Centre, Vilnius (2025); die Arbeit verbindet Gym‑Ausstattung, Life‑Drawing und Community‑Programme.
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Kunst als Trainingsraum

Was in Nottingham und Porto gezeigt wird

Die Ausstellung Augustas Serapinas: Physical Culture läuft im Nottingham Contemporary vom 6. Juni bis 13. September 2026. Die Hausinformation nennt eine Reorganisation der Räume zu einem hybriden Ort mit voll funktionsfähigen Metallgeräten; anstelle konventioneller Gegengewichte werden jesmonite‑Skulpturen eingesetzt. Nottingham verweist auf geplante Aktivierungen durch lokale Fitnessgruppen, Life‑Drawing‑Kurse und Community‑Programme. Die Ausstellung ist demnach als Arbeitsraum gedacht, nicht nur als Betrachtungsort.

Die Porto‑Edition in der Galeria Municipal do Porto läuft vom 11. Juli bis 18. Oktober 2026. Die GMP beschreibt, dass die Porto‑Version die Galerie in einen Raum verwandelt, in dem zeitweise Bodybuilding‑ und Fitnessaktivitäten sowie Zeichenkurse stattfinden. Bei dieser Edition sind die Gegengewichte der Geräte Repliken aus der Sammlung des Museu Nacional Soares dos Reis – die Institution spricht von mehr als sechzig Repliken. Im Material der Porto‑Kommunikation wird außerdem auf Teilnahmebedingungen und Sicherheitsregeln verwiesen, die für Nutzerinnen und Nutzer verbindlich sind.

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Kunst als Trainingsraum

Künstlerischer Hintergrund und frühere Iterationen

Serapinas arbeitet seit Anfang der 2010er‑Jahre mit dem Format von gymnasierten Ausstellungsinstallationen; erste Versionen von Physical Culture wurden bereits mehrfach gezeigt, unter anderem in Vilnius im Contemporary Art Centre (große Edition 2025). Die wiederholte Präsentation an verschiedenen Orten gehört zum Konzept: Die Arbeit verändert sich durch lokale Repliken, die Auswahl der Skulpturen und die Beteiligung unterschiedlicher Community‑Partner.

Damit nimmt das Projekt Anknüpfungspunkte an Debatten über Nachbildung, Repräsentation und den Umgang mit ikonischen Skulpturen. Nottingham erwähnt Repliken bekannter Bildhauer wie das Modell von Michelangelos David oder dem Apollo Belvedere, während Porto überwiegend auf die Repliken aus der lokalen Sammlung verweist. In beiden Fällen steht die Reproduktion originaler Bildwerke im Dienst einer performativen, funktionalen Umnutzung.

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Kunst als Trainingsraum

Sicherheits-, Konservierungs- und Haftungsfragen

Die Präsentation funktionsfähiger Trainingsgeräte in Museen wirft praktische Fragen: Wie sind Sicherheits‑ und Haftungsbedingungen geregelt, wenn Publikum und lokale Gruppen die Geräte nutzen? Die Galeria Municipal do Porto weist explizit auf Teilnahmebedingungen und Sicherheitsregeln hin; Nottingham nennt geplante Aktivierungen durch Organisationen, kommuniziert auf der Ausstellungsseite aber keine vollständige Liste aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder exakte Nutzungs‑Regelungen.

Konservatorische Überlegungen betreffen Materialwahl und Repliken. Nottingham nennt jesmonite für einige Skulpturen, Porto verwendet Repliken aus der lokalen Museums‑Sammlung; genaue Angaben zu Gussverfahren oder Materialstärken einzelner Repliken sind in den öffentlichen Ausstellungsbeschreibungen nicht im Detail dokumentiert. Für Redaktionen empfiehlt sich daher die Nachfrage bei den Pressestellen der Häuser oder beim Künstler, wenn konkrete Aussagen zu Material und Sicherheitsprüfungen nötig sind.

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Kunst als Trainingsraum

Kulturelle und institutionelle Bedeutung

Serapinas’ Arbeit stellt die Grenze zwischen Kunsterlebnis und Alltagspraktik infrage. Indem er Skulpturen zu funktionalen Bauteilen von Fitnessgeräten macht, verändert er nicht nur die ästhetische Beziehung zum Objekt, sondern lädt auch das Publikum zu körperlicher Interaktion ein. Institutionen öffnen sich so neuen Zielgruppen: Fitnessgruppen, Zeichnerinnen und Einzelpersonen, die Kunst und körperliche Praxis verbinden möchten.

Gleichzeitig provoziert das Format Debatten über Hierarchien in Museen: Wird durch die Benutzung von Repliken das kulturelle Kapital der Originale neu aufgeladen oder abgewertet? Manche Kunsthistorikerinnen und Museumsverantwortliche sehen in solchen Projekten eine legitime Erweiterung des öffentlichen Zugangs zu Kunst, andere warnen vor möglichen Missverständnissen, wenn ikonische Formen in einen Gebrauchskontext überführt werden. Die Ausstellungstexte und Veranstaltungspläne deuten darauf hin, dass Serapinas bewusst Räume für solche Diskurse schaffen will.

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Kunst als Trainingsraum

Bekannte Fakten und offene Fragen

Verifiziert ist, dass Nottingham Contemporary die Ausstellung vom 6. Juni bis 13. September 2026 zeigt und die Institution eine Umnutzung der Räume zu einem hybridem Ort mit funktionsfähigen Geräten und jesmonite‑Skulpturen als Gewichten beschreibt. Ebenfalls bestätigt ist die Porto‑Edition in der Galeria Municipal do Porto (11. Juli – 18. Oktober 2026), bei der Repliken aus der Sammlung des Museu Nacional Soares dos Reis als Gegengewichte fungieren und die GMP von mehr als sechzig Repliken spricht.

Unklar bleiben im öffentlichen Material Details wie die exakte Anzahl der Repliken in Nottingham, vollständige Teilnehmerlisten der Aktivierungen oder technische Spezifikationen einzelner Repliken. Redaktionen, die solche Details brauchen — etwa für eine Berichterstattung über Materialität, Haftung oder konzeptuelle Implikationen — sollten die Pressestellen der beteiligten Institutionen oder die Künstlervertretung um präzisere Auskünfte bitten. Bildrechte und Fotografien stellt in der Regel die jeweilige Institution bereit; für Veröffentlichung ist die Klärung der Rechte unabdingbar.

OESTERREICH / ZEITUNG.IO Der litauische Künstler Augustas Serapinas verwandelt Ausstellungsräume in nutzbare Fitness‑ und Zeichenräume. Große Editionen in Nottingham und Porto zeigen funktionsfähige Geräte, bei denen Skulpturen‑Repliken als Gegengewichte dienen. BILDNACHWEIS Urheber: Spectator, active 19th century Originalquelle ↗ Lizenz: Public domain Bildrechte
IO / INTELLIGENCE

IO SYNTHESE

ARTIKELANALYSE AUS DREI QUELLEN

01diepresse.com

Nottingham Contemporary zeigt 'Augustas Serapinas: Physical Culture' vom 6. Juni bis 13. September 2026 mit funktionsfähigen Fitnessgeräten und jesmonite‑Skulpturen als Gegengewichten.

OPEN EVIDENCE ↗
02torontobiennial.org

Die Galeria Municipal do Porto präsentiert 'Physical Culture: Porto Edition' vom 11. Juli bis 18. Oktober 2026; dort werden Repliken aus der Sammlung des Museu Nacional Soares dos Reis als Gegengewichte verwendet (GMP spricht von mehr als sechzig Repliken).

OPEN EVIDENCE ↗
03mutualart.com

Serapinas hat das Format 'Physical Culture' mehrfach gezeigt, u. a. in einer großen Edition im Contemporary Art Centre, Vilnius (2025); die Arbeit verbindet Gym‑Ausstattung, Life‑Drawing und Community‑Programme.

OPEN EVIDENCE ↗
REDAKTIONELLE EINORDNUNG

Der litauische Künstler Augustas Serapinas verwandelt Ausstellungsräume in nutzbare Fitness‑ und Zeichenräume. Große Editionen in Nottingham und Porto zeigen funktionsfähige Geräte, bei denen Skulpturen‑Repliken als Gegengewichte dienen.

KI-gestützter Vergleich · redaktionell geprüft3 UNABHÄNGIGE QUELLEN

✓ QUELLEN UND DOKUMENTE

01 diepresse.com ↗02 torontobiennial.org ↗03 mutualart.com ↗Quellen zuletzt geprüft · 26.08.2026, 23:42
TRANSPARENZ

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